Programm 2011

Karin Mack, European Identity in a Global World

Karin Mack, European Identity in a Global World

Sabine Maier [Machfeld], Kúpele Central, Video

Sabine Maier [Machfeld], Kúpele Central, Video

Helmut und Johanna Kandl, Archivblätter

Helmut und Johanna Kandl, Archivblätter

Gerald Zahn, Good Boy, Video

Gerald Zahn, Good Boy, Video

Gerda Lampalzer, The Odessa-Syndrome, 2008

Gerda Lampalzer, The Odessa-Syndrome, 2008

Michael Mastrototaro [Machfeld], Banska, Video

Michael Mastrototaro [Machfeld], Banska, Video

Wolfgang Müllner, Tokyo Joinings

Wolfgang Müllner, Tokyo Joinings

Magdalena Frey, Alles in Ordnung (Everything okay), 2008, Video 6'00

Magdalena Frey, Alles in Ordnung (Everything okay), 2008, Video 6'00"

Anna Zeilinger, Hidden Houses

Anna Zeilinger, Hidden Houses

Robert F. Hammerstiel, Alles in bester Ordnung IV, Video

Robert F. Hammerstiel, Alles in bester Ordnung IV, Video

FLUSS in Athen

Ein Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst aus Österreich

Ausstellung| 10. 03. 2011 - 07. 04. 2011

Ort: Ort: Galerie M55projects Mavromichali str. 55, Athen - Griechenland
Öffnungszeiten: Montag - Freitag, 17:00 - 21:00

Eröffnung: 10. 03. 2011 21 Uhr | einführende Worte: Nina Kassianou und Martin Breindl (KuratorInnen)

FLUSS präsentiert in Athen fünf fotografische Zyklen und fünf Video-/Filmarbeiten österreichischer KünstlerInnen aus dem Umfeld von FLUSS. Nicht ein thematisch orientiertes Konzept steht im Vordergrund; im Gegenteil versteht sich die Schau als repräsentativer Querschnitt aktueller heimischer Kunstproduktion in diesen Medien, in all ihrer stilistischen Vielfalt und Diversität. Die gezeigten Arbeiten stammen aus den letzten sechs Jahren. Einige von ihnen wurden bereits mit großem Erfolg auf internationalen Ausstellungen und Festivals gezeigt, wie etwa Kúpele Central von Sabine Maier (Videorama, Kunsthalle Wien 2009) oder Das Odessa-Syndrom von Gerda Lampalzer (Backlight 08, Tampere). Am anderen Ende des Spannungsbogens steht unveröffentlichtes Material wie Tokyo Joinings von Wolfgang Müllner oder Good Boy von Gerald Zahn.

Künstler/-innen:

Magdalena Frey

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Geboren: 1963
Nationalität: Austria
Lebt in: Ladendorf
Website: www.ma-frey.com

www.ma-frey.com

Magdalena Frey wurde in Graz geboren wo sie auch zur Schule ging. Danach besuchte sie in Wien eine Krankenschwesternschule und absolvierte das Diplom.
1985 machte sie ihre ersten fotografischen Arbeiten. Darauf folgten Serien wie Spital, fem und Mutterkuchen, in welchen ihr Interesse an Medizin und Körperlichem auffällig bemerkbar wird.
Bald schon kristallisiert sich ihr bis jetzt bestehendes Hauptthema heraus: das Leben von Frauen und ihr Umfeld. (mujer mexicana, Maria M)
1989 zieht sie mit ihrer Familie von Wien ins nördliche Weinviertel, was ebenfalls Einfluss auf ihre Fotocollagen hat. (Landmeter, m-98, Hausaltäre)
1996 beginnt sie, ihre Collagen am Computer zu entwickeln, was sich bis heute nicht geändert hat.
Unter ihren Arbeiten finden sich auch einige Portraits, von ihrem Blickpunkt aus wichtigen Persönlichkeiten, wie z.B. von Andrea Sodomka, Susanne Wenger, Friedl Kubelka)
In den Zyklen Roma, Schwester und Bruder bosnisch, Maria M und fahrtenbuch usa 06 thematisiert M. Frey das Reisen in fremden Kulturräumen, worin sie ebenfalls das Frauenbild besonders im Fokus behält.
Einige Arbeiten von Frey haben indirekt tagebuchartigen Charakter, was bei wenigen etwas mehr in den Vordergrund tritt. (Mutterkuchen, Abbruch, Eingriff)
Seit 2008 arbeitet sie haupsächlich an Kurzfilmen, deren Hauptthema ebenfalls zumeist das Erscheinungsbild der Frau im Allgemeinen, wie im Besonderen bleibt (... alles in Ordnung, Emilie, 3 Frauen – 3 Welten, Elisabeth Fuchs, Dirigentin etc.)
Vorträge zu ihrer Arbeit hat sie u.a. in Finnland, Polen, Wien und Salzburg gehalten. 1988 erhielt sie den Anerkennungspreis d. Landes NÖ für künstlerische Fotografie und 1999 den Landesförderungspreis d. Steiermark;
Ausstellungen im In- u. Ausland, Auswahl: Galerie der Stadt Prag/CZ; Liget-Galerie, Budapest/H; Kunsthalle Krems/A; Galerie Hummel (Wien); Rupertinum, Salzburg; NÖ Landesmuseum, St. Pölten/A; Lepont Galerie, Aleppo/Syria; Galerie Hofstätter, Wien/A; Women’s Art Festival, Aleppo/Syrien; Galerie Kunst und Handel, Graz/A; Ernst Muzeum Budapest/HU; Museumszentrum Mistelbach/A; the23project, Los Angeles/USA; Künstlerhaus, Wien/A; Budapest Galerie/HU;

Karin Mack

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Geboren: 1940
Nationalität: Austria
Lebt in: Vienna
E-Mail: karin.mack@chello.at

www.karinmack.at

geboren 1940 in Wien, lebt in Wien und Payerbach an der Rax
Ab 1961 Architekturfotografie. 1978-88 Studium der Kunstgeschichte, Universität Wien. Ab 1973 freischaffende Fotokünstlerin: Themen1975 - 85 feministische Selbstporträts: Fotoserien und –montagen („Trifogli“); 1982 „Schwarze Schatten auf weißem Schnee“: Abwesenheit & Erinnerung in Negativprints; 1982 - 84 „Das Neue Universum“: 6 teilige Fototableaus, Porträts & Orte; 1977- 82 Mitglied der IntAkt. 1993 „Risse“: Porträts behinderter Menschen – Fotocollagen; 1904 bis 2004 Aufenthalt in den Niederlanden. Seit 1994 Arbeiten zum Verhältnis vom Mensch zur Natur: Einschreibungen, Einzeichnungen, Farb- und Strukturbearbeitungen von Landschafts- & Pflanzenbildern; Fototableaus „Rhythmen“, „Koordinaten“. Seit 2007 „European Identity in a Global World“: Fotocollagen aus Material, das Zeitungen und Magazinen entnommen wurde; work in progress. Seitz 2010 Arbeiten mit der Lochkamera. 2011 „That’s Life“, 5 Tableaus mit Doppelbelichtungen auf Stoff und Papier; 2011 „Schichtungen“, zum Phänomen archäologischer Ausgrabungen; Doppelbelichtungen.

Ausstellungsauswahl:
1978 Erste Sparkasse, Wien. Photo Poetry, London. 1979 Centro La Capella, Triest. 1980 Galerie INtAKT, Wien. 1981 Galerie MDM, Warschau. Secession, Wien. 1982 Fotogalerie Wien. Austrian Institute, New York. Fotohof, Salzburg. 1983 Fotogalerie - Rupertinum, Salzburg. 1984 Museum des 20. Jhdts, Wien. Palais Liechtenstein, Feldkirch. 1984 Museum des 20. Jhdts, Wien. Fotoforum Stadtpark, Graz. Il buco fotografico, Catania. 1986 Fotoforum, Bremen. 1987 Fotogalerie – Rupertinum. Kulturhaus, Graz. 1988 Secession, Wien. Galerie Lichtblick, Köln. 1990 Castello Ivano Incontri, bei Mailand. Fotogalerie Wien. 1991 Kunsthandlung Hummel, Wien. 1992 Neue Galerie, Linz.1995 Kunsthalle Krems. 1996 Heli Expo, ’s Hertogenbosch, NL. 1997 Kulturhaus, Graz. 1998 Galerie Kunstwerk ’ s Hertogenbosch, Nl. 2000-01 Galerie Museum auf Abruf, Wien. 2003-04 Kunsthalle Krems. 2004 Museum moderner Kunst, Passau. Residenzgalerie, Salzburg. Artefact, Wien. Lentos Kunstmuseum, Linz. 2006 Rupertinum, Salzburg; 2007 Wien Museum, Karlsplatz; 2008 FLUSS, Wolkersdorf, NÖ, Modernes Museum Salzburg, Fotogalerie Wien; Kunstforum, Wien. Künstlerhaus, Wien. 2010 FLUSS Wolkersdorf, NÖ, Werkschau. 2011 FLUSS in Athen, Galerie m55 projekts; mit Ad Oculus in Czernowitz, Ukraine, Galerie Vernisazh, Lochkamerabilder; 2012 Fotoforum Innsbruck, “Aus dem Osten“; Florenz, Studio Marangoni „The Austrian Season“; Fotoforum Innsbruck, Werkschau; 2013 ÖBV, Werkschau; Worksshop Manu Luksch, Kreisverkehr, Video „Slow Time“; 2014 Fluss, Wort/Bild; 25 Jahre Fluss, NÖ Dokuzentr. KH, „Experiment Analog“; 2015 Kunsthalle Hamburg, Feminist. Avantgarde; KH Wien, „Überangebot“; Lehrauftrag an der TU Wien für konzeptuelle Fotografie, Aussenwerbung; 2016 Fotoforum Innsbruck, Wort/Bild; KH Wien, „Destination: Hoffnung“; Fluss, „Der andere Blick“; Fluss, Workshop Karen Stuke: Theater-Räume; The Photographers Gallery, London: Feminist. Avantgarde; KH, freies Kino Kurzfilme

Preise – Stipendien:

1978 Walter Buchebner Preis. 1980 Arbeitsstipendium des Kulturamts der Stadt Wien.
1982 Fotopreis des 2. Römerquelle Kunstwettbewerbes.
1985 Staatsstipendium für bildende Kunst. 2010 Verleihung des Goldenen Lorbeer des Künstlerhauses, Wien. Preis der Stadt Wien für bildende Kunst 2016

Publikationen:
„Weisse Schatten auf schwarzem Schnee“, Fotogalerie Wien 1982; „Wien als Ausstellung betrachtet“, Sonderzahl, Wien 1984
„Selbstporträts“ 1975 – 1985 ; Sonderzahl, Wien 1985; „Kunstwege ’70“, Sonderzahl, Wien 2007; „INTAKT – Pionierinnen“, Werkschau XIII, Fotogalerie Wien 2008; „Räume des Selbst“, Fotohof/FLUSS, Salzburg 2010; „Freischwimmen“, zur Geschichte der internationalen Aktionsgemeinschaft bildender Künstlerinnen, INTAKT; dea publishing pool, Wien 2011; Nahe Ferne, ferne Nähe; Fotohof Salzburg, 2014

Kuratierungen:
2014 „Experiment Analog“, KH Wien; „Worte, Texte in fotografischen Bildern“, übernommen vom Fotoforum Innsbruck 2016; 2016 „Destination Hoffnung“ KH Wien, flat1

Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Zu Inhalt und Form in meinen fotografischen Bildern:

In meinen Arbeiten bestimmt der Inhalt die Form. Gerade das Medium Fotografie hält eine Fülle technischer Möglichkeiten bereit, einen bestimmten Inhalt durch eine entsprechende Form besonders aussagekräftig zu gestalten. Für „Weiße Schatten auf schwarzem Schnee“, die um das Thema Tod und Erinnerung kreist, waren Negativprints die geeignete Form, weil Inversion das Gegenteil von Objekte beschreibender Fotografie ist. Das Individuelle tritt zu Gunsten des Umrisshaften zurück und dort wo zuerst Konkretes, Materielles zu sehen war, befindet sich jetzt nur noch Vages, eine Leerstelle.

In meinen frühen Arbeiten, den Serien und Montagen, hat das nebeneinander reihen und zueinander setzen von Fotos assoziative Bezüge erschlossen, die über das Abgebildete hinausweisen, gleichsam einen poetischen Raum eröffnen. Wieder andere Erfahrungsebenen boten die Verwendung eines Fotos im Foto oder Fotocollagen. Auch mit diesen Methoden erweitert sich der fotografische Raum: Fotos von Umweltschäden auf einem nackten Körper fotografiert, fungieren als Fenster und scheinen Einblick in das kranke Innere des Menschen zu geben. („Verschöpfung“). Genau den umgekehrten Weg habe ich mit den Fotocollagen beschritten, die sich mit der „Europäischen Identität in einer globalisierten Welt“ beschäftigen. Das Material stammt in diesem Fall aus Zeitungen und Modemagazinen. Zwei Ebenen liegen übereinander, wobei vom Modefoto nur der Hintergrund als Ausdruck europäischen Lebensstils interessierte, die Figur hingegen ausgeschnitten wurde. Eine Öffnung entstand, durch die die darunterliegenden Bilder und Ereignisse aus uns fremden Kulturen in das europäische Lebensgefühl hereindrängen. Auf diese Weise entsteht ein Bild das Unterschiede und Spannungen zwischen dem Vertrauten und dem Fremden zu Bewusstsein bringt.

In meiner jüngsten Arbeit, den „Schichtungen“, entspricht die Doppelprojektion von Aufnahmen verschiedener archäologischer Ausgrabungsstätten dem Freilegen verschiedener historischer gleichzeitig anwesender Schichten, in die die Menschen, die in ihnen agieren wie hineinverwoben erscheinen.

Foto: Karin Mack, aus „That’s Life“, 2011

Gerda Lampalzer

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Geboren: 1959
Nationalität: Austria
Lebt in: Vienna
Website: www.lampalzer-oppermann.at

www.lampalzer-oppermann.at/

Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien.
Seit 2016 Privatdozentin für Medienkunst mit Schwerpunkt künstlerischer Forschung.

Kuratorentätigkeit, Vorträge, Workshops und Publikationen zu Video- und Medienkunst, künstlerische Arbeiten im Bereich Fotografie, Video, Installation, Konzept, Text, seit 1993 künstlerische Zusammenarbeit mit Manfred Oppermann.

Seit 1980 Co-Leitung der Medienwerkstatt Wien, seit 1987 Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
2001-2006 Dozentin an der Donauuniversität Krems, 2013-2015 Gastprofessur für zeitbasierte Medien an der Kunstuniversität Linz.

Seit 2003 Mitglied der IG Bildende Kunst und der Vereinigung bildender Künstler Wiener Secession, seit 2006 Mitglied bei FLUSS-NÖ. Initiative für Foto- und Medienkunst, seit 2017 Mitglied des Feministischen Rats.

1983 Preis des belgischen Fernsehens R.T.B.F. für ASUMA (mit Manfred Neuwirth und Gustav Deutsch) , 1992 Österreichischer Förderungspreis für Videokunst, 1999 Anerkennungspreis des Landes Niederösterreich für Medienkunst, 2004 Bestes Erstlingswerk beim DEBÙTNALE Award Linz, 2005 Nominierung für den Internationalen Medienpreis für Wissenschaft und Kunst des ZKM, 2005 Karl-Hofer-Preis der Universität der Künste Berlin, 2006 1. Platz beim Wettbewerb um die künstlerische Gestaltung des Neubaus \"Die Niederösterreichische Versicherung St. Pölten\" (nicht realisiert) , 2006 Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Medienkunst, 2013 Österreichischer Kunstpreis für Video- und Medienkunst.

Videostills: TRANSFORMATION, Gerda Lampalzer 2009

Helmut & Johanna Kandl

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Nationalität: Austria

Johanna Kandl
Geboren 1954 in Wien
Akademie der bildenden Künste
2005 Lehrtätigkeit an der Universität für angewandte Kunst in Wien
Lebt und arbeitet in Wien und Berlin

Helmut Kandl
Geboren 1953 in Laa an der Thaya, NÖ
1991 – 1996 Geschäftsführung Kunsthalle Krems
Lebt und arbeitet in Wien und Berlin

Helmut & Johanna Kandl arbeiten in den Bereichen: Malerei, Video, Photographie und Installation

Robert F. Hammerstiel

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Geboren: 1957
Nationalität: Austria
Lebt in: Wien
Website: www.hammerstiel.net
E-Mail: hammerstiel@chello.at

Robert F. Hammerstiel, 1957 in Pottschach/A. geboren. Er lebt und arbeitet in Wien. Studium an der Universität für angewandte Kunst Wien. 2011 Würdigungspreis für Medienkunst des Landes Niederösterreich. Letzte Einzelausstellungen, u. a.: 2012 Faust Kunsthalle, Hannover. 2011 Nexus Kunsthalle, Saalfelden. 2011/2009 Lukas Feichtner Galerie, Wien. 2010/2008/2006 Galerie Michèle Chomette, Paris. 2008 Landesgalerie Linz. 2006 Museum der Moderne Salzburg. Letzte Gruppenausstellungen, u.a.: 2011 Zonen_prekär, KUNSTSAELE, Berlin. 2011 The Presence of Absence, Columbia Museum of Art, Columbia, USA. 2010 Mediatorzy/Mediators, Nationalmuseum, Warschau. 2010 Mediations Biennale Poznan, Zamek Culture Centre, Poznan. Zur Arbeit: Seit Jahren setzt sich Robert F. Hammerstiel in seinen konzeptuell entwickelten fotografischen Serien, Videoarbeiten und Rauminstallationen mit der immerwährenden Sehnsucht des Menschen nach Glück, Geborgenheit und Idylle und den damit verbundenen Wunschprojektionen auseinander. Ihn interessieren die Darstellungsmechanismen der Werbe- und Konsumgesellschaft, in der diese Sehnsüchte vorgedacht, immer wieder neu erzeugt und stereotypisiert werden und zur Schaffung künstlicher Surrogate führen wie das eigene Heim, das Haustier, die Topfpflanze... Seine Arbeiten, die zwischen Fiktion und Realität changieren, versteht er nicht als Kritik an der Sehnsucht nach Glück, sondern als ein Hinterfragen der von der Konsumindustrie vorproduzierten Wunschvorstellungen und Identitäten.\" (Petra Noll, Wien 2012)

Foto: Installationsansicht Nexus Kunsthalle, Saalfelden, 2011 \"What more do you want? II\", 2011, Installation mit Ready mades (Kunstrasen, Rasen-Roboter, Ladestation, Zaun), 575 x 440 x 60 cm; diverse Fotografien und Videoarbeiten

Anna Zeilinger

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Nationalität: Austria

Anna Zeilinger arbeitet in den Bereichen Fotografie, Environmental Art und Zeichnung. Sie wurde mehrfach zu Artist in Residence Programmen in Finnland eingeladen und hat in Europa und den USA ausgestellt. Ihr Studium absolvierte sie an der Hochschule für angewandte Kunst Wien bei Prof. Bernhard Leitner und Dr. Cathrin Pichler. Sie erhielt ein Erasmus FREE MOVER Stipendium an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Abteilung für Fotografie.

In meiner künstlerischen Arbeit untersuche ich die Beziehungen zwischen Kunst, Künstlichkeit und der Natur. Meine Installationen sind nicht so unterschiedlich zu dem natürlichen Umfeld, wie sie zunächst scheinen, da es so etwas wie unberührte Natur nicht gibt.

Im Gegensatz zur Land Art der 60er und 70er Jahre verändere ich die Landschaft nicht in größerem Ausmaß. Entweder existieren meine Installationen nur für einen kurzen Zeitraum wobei nur die Fotografien bleiben oder ich entschließe mich, die Installationen nur digital durchzuführen, ohne Pläne diese auch ausserhalb des Fotos zu realisieren. Durch diesen Ansatz betone ich die ephemäre Qualität meiner Arbeit und ich halte ihn auch für umweltfreundlicher.

Ich analysiere Konzepte von Gegenständlichkeit und Abstraktion, die ich nicht zwingend als Gegensätze sehe, sondern untersuche Möglichkeiten, diese gleichzeitig zu erreichen. Ich lege Abstraktes und Konkretes übereinander, wobei konkrete Formen abstrakt erscheinen und umgekehrt.

Foto: Anna Zeilinger, 2006


Gerald Zahn

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Geboren: 1971
Nationalität: Austria
Website: www.geraldzahn.tk

Gerald Zahn (1971) arbeitet in Wien als Medien- und Video Künstler.
Sein Interesse gilt der Dekonstruktion von Alltagsphänomenen und den Wirkungsweisen der Unterhaltungsindustrie. Die medienübergreifenden Arbeiten, die der Künstler gerne in Form von abstrakten Sammlungen präsentiert, fokussieren auf das Aufspüren von versteckten, jedoch allgegenwärtigen Normen.
In vielen seiner Filme und Video-Installationen entschleunigt Gerald Zahn den Erzählstrang durch die Verwendung von statischen Fotos anstelle herkömmlichen Filmmaterials. Das Geschehen reduziert er, ohne schnelle Bildschnitte zu verwenden, häufig auf eine oder wenige statische Einstellungen und Tableaus.

www.geraldzahn.tk

Foto: von Anna Stöcher, Gerald Zahn in seiner “easy“ Installation


Wolfgang Müllner

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Nationalität: Austria
Website: www.sammelraum.org

1965 in Wien geboren, lebt in Landegg (Niederösterreich).
Nach dem Studium der Elektrotechnik (Nachrichtentechnik) an der Technischen Universität Wien arbeitet er in den Seibersdorf Laboratories (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf) als Leiter des Geschäftsfelds EMC & Optics. 2009 schloss er den Lehrgang für künstlerische Fotografie an der Prager Fotoschule Österreich ab und war dort auch Vortragender für den Workshop Digitale Fotografie und Bildbearbeitung.
Fotoarbeiten im eigenen Studio mit dem Schwerpunkt Produkt und Portraitfotografie. Die auf Reisen entstandenen Fotografien (seit 2010 auch mit Lochkameras) sind Ausgangsmaterial für die künstlerische Arbeit.
Mitglied bei FLUSS - NÖ INITIATIVE FÜR FOTO- UND MEDIENKUNST seit 2010.

Ausstellungen:
2011 Abschlussausstellung der Weinviertler Fotowochen – Performance
2010 Gruppenausstellung FLUSS in Athen - Ein Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie und Medienkunst aus Österreich, M55projects
Abschlussausstellung der Weinviertler Fotowochen – Camera Obscura und Lochkamera
2009 Abschlussausstellung der Weinviertler Fotowochen - Animationsfilm
Gruppenausstellung Used, Fotoausstellung der Absolventen der Prager Fotoschule Österreich –Jahrgang 17
2008 Gruppenausstellung Digitalism 1, Museum of Computer Art, Brooklyn NY

Publikationen:
2011 „Speed makes the Difference“ Fotografien mit der Lochkamera, Eigenverlag “InnenSichten – 9 fotografische Positionen“, Eigenverlag
2010 „B&W in full Colour“ Farbe mit SW Film, Eigenverlag
2008 „USED“, Katalog zur Gruppenausstellung, Edition Prager Fotoschule „Architektur“, Eigenverlag
„Menschenbilder“, Eigenverlag
2007 „Tsukiji: Speed is Essential in the Sale of Fish“, konzipierte Reportage, Eigenverlag

Foto: Videostill aus \"Lauschu-2\" Experimentelle Collage, 3\'08\", 2009
(http://www.vimeo.com/8327597)

wolfgang.muellner@aon.at

http://www.sammelraum.org


Michael Mastrototaro

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Nationalität: Austria
Website: www.machfeld.net

www.machfeld.net

Unentwegtes Reisen durch die Offline Realitäten der Weltgeografie, durch deren Zeitzonen, deren Landschaften und urbane Agglomerationen prägt die künstlerische Arbeit von Michael Mastrototaro nachhaltig. Jeweils vor Ort untersucht der in Wien stationierte Künstler, soziale, ökonomische und kulturelle Bedingungen. Im Zuge prozessual angelegter Kunstprojekte dockt er oft auch gemeinsam als Teil der Entität MACHFELD an lokale Bedeutungsebenen der von ihnen aufgesuchten Schauplätze an, um deren spezifische Zeichensysteme und grammatikalische Strukturen in unterschiedlichen Verfahren als Konzentrate und Verdichtungen zu formalisieren. Während extensive Feldforschungen verbunden mit Erkundungen in Ländern des südlichen Afrika, in Mittelamerika, USA, Südchina oder auch in Gebieten seines unmittelbaren mitteleuropäischen Lebensumfelds eine zentrale Rolle im Werk von Michael Mastrototaro einnimmt, bleiben die Konzepte überwiegend medienorientiert und reflektieren etablierte Konventionen der Wahrnehmung.

1999 gründete er (gemeinsam mit der Medienkünstlerin Sabine Maier) MACHFELD. Basierend auf seinem gleichnamigen Cyber-Roman entwickelte sich MACHFELD zu einer Entität mit Fokus auf transmediale Kunstformen. So entstanden im Laufe der Jahre künstlerische Projekte im Spannungsfeld von: Photographie, Literatur, Netzkunst, Kurz- und Experimentalfilme, Streaming-Projekte, interaktive Installationen, Radio-Kunst, On- und Offline Performances sowie Kunst im öffentlichen Raum. Die meisten seiner Arbeiten entstanden unter dem Pseudonym MACHFELD.

Projekte, Ausstellungen, Vorträge und Screenings in:
Afrika, Asien, Europa, Zentral- & Nordamerika und in den USA. (u.a. Hong Kong Arts Center (Hong Kong/Sonderverwaltungszone Hongkong der Volksrepublik China), University of California (Santa Barbara/USA) Bag Factory (Johannesburg/Südafrika), Kunsthalle Basel (Basel/Schweiz), Museum of Modern Art (Detroit/USA).

2008 erhielt er mit MACHFELD den Förderungspreis für Video- und Medienkunst des BMUKK.

Galerienvertretung
Galerie Raum mit Licht, Kaiserstrasse 32, 1070 Wien, A

Foto: RENATE MÜLLER aus der Serie FAMOS, Autogrammkarte mit original Unterschrift und Übermalung. 14 cm x 9 cm, UNIKAT, 2013

Sabine Maier

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Nationalität: Austria
Website: www.machfeld.net

www.machfeld.net

Geboren 1971 in Friesach, Österreich.
1985 HBLA, Murau
1990 COLLEGE, First Zertifikat of Cambridge, London
1994 MEISTERKLASSE, Photography, Vienna
1999 Mitbegründerin von MACHFELD, International arts and culture society, www.machfeld.net.
Seit 2004 betreibt MACHFELD ein interdisziplinäres Medienkunstlabor in Wien.
Projekte, Ausstellungen/Screenings in: Afrika, Europa, Nordamerika, USA und Zentralamerika.