Programm 2013

Isabella Bordoni

Isabella Bordoni

FireDog_Manu Luksch & Mukul Patel

FireDog_Manu Luksch & Mukul Patel

FireDog_Manu Luksch & Mukul Patel

FireDog_Manu Luksch & Mukul Patel

Isabella Bordoni

Isabella Bordoni

Visionen der Medienkunst 2

DEN KOSMOS FERN SEHEN - Fakes und Facts aus der Programmindustrie

Ausstellung|Visionen der Medienkunst | 12. 04. 2013 - 22. 04. 2013

Ort: Medienwerkstatt Wien, Neubaugasse 40a, 1070 Wien
Öffnungszeiten: Fr, Sa, Mo 14 - 18 Uhr

Eröffnung: 10.4.2013 19 Uhr & Vortrag von Univ. Prof. Dr. Christian Schulte
KuratorIn: alien productions, Gerda Lampalzer

„Die Wirklichkeit ist nicht in Nachrichten (Facts) und Unterhaltung (Fakes) geteilt, auch wenn das Fernsehen (und auch der Film) seit einem halben Jahrhundert so verfährt. Fakten gibt es nicht ohne Fiktionen, Tatsachen nicht ohne Gefühle.“ (Alexander Kluge)

FLUSS realisiert gemeinsam mit der Medienwerkstatt Wien zum zweite Mal ein Ausstellungsprojekt, in dem historische programmatische Ideen die Ausgangsbasis für aktuelle künstlerische Haltungen bilden. Den Visionen der Medienkunst 2 werden die künstlerisch-theoretischen Entwürfe des deutschen Autors, Filmemachers und Fernsehproduzenten Alexander Kluge zugrunde gelegt. Ausgehend von seinen alle Sparten sprengenden Konzepten befassen sich Isabella Bordoni, Manu Luksch & Mukul Patel, die mit ihren Medienprojekten international sehr erfolgreich sind, mit zeitgemäßen Umsetzungen zum Thema Utopie/Fern/Sehen. Als Auftakt zu Ausstellung und Vortrag in der Medienwerkstatt Wien wird am 9. 4. 2013 um 21.30 Uhr im Filmhaus Kino am Spittelberg ein Programm Special zu Alexander Kluge zu sehen sein.

http://visionendermedienkunst.mur.at


Künstler/-innen:

Isabella Bordoni

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Geboren: 1962
Nationalität: Italy
Lebt in: Rimini (I)
Website: www.ib-arts.org/

geboren 1962, lebt in Rimini. Dichterin, Dramatikerin, Schauspielerin und Regisseurin. Ihre Texte wurden in Theaterstücken, Konzerten, Opern, Installationen, Lesungen, im Radio und im Fernsehen in Europa, Nordamerika und im Nahen Osten aufgeführt und als Bücher und Zeitschriften publiziert. In ihren Arbeiten widmet sie sich einer Sprache zwischen Poesie und Philosophie. Sie übersetzt ihre Texte in andere Sprachen, um ihre Bedeutung zu erweitern. In enger Zusammmenarbeit mit Musikern (u.a.: David Moss, Stefano Scodanibbio, Llorenc Barber) entwickelt sie ein Projekt über die \"Gesprochene Dichtung\". Sie arbeitet oft mit digitaler Technik, Medien und Telekommunikationssystemen. 1985 gründete sie - zusammen mit Roberto Paci Dalò - Giardini Pensili, einen Verlag und Kunstverein. 1987 erhielt sie ein Stipendium der Djerassi Foudation, San Francisco. Eine Auswahl ihrer Arbeiten: Sentieri Segreti (1985), Temporale (1989), Paesaggio con figure (1990), Niemandsland (1992), Many Many Voices (1995), Co-Autorin des Projektes Realtime - einer Gemeinschaftsproduktion des ORF und des Vereins TRANSIT.

Manu Luksch

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Nationalität: Austria
Website: www.manuluksch.com/

Gebürtige Österreicherin, lebt in Wien und London. Filmemacherin und Gründerin von Ambient Information Systems (ambientTV.NET) Die intermedialen Arbeiten von Manu Luksch erstellen Tools und Rahmenbedingungen, um herkömmliche Auffassungen von Fortschritt zu hinterfragen. Künstlerische Methoden umfassen das Auslösen von Abläufen, Betreiben von Recherche und interdisziplinäre Zusammenarbeit – oftmals mit Gruppen, deren Erfahrungswerte und Expertise unterschätzt werden.

Manu Luksch gründete ambientTV.NET als Schmelzpunkt für unabhängige Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaftskritik. Die Auswirkungen von Emerging Technologies auf den Alltag, auf soziale Netzwerke, den urbanen Raum und politische Strukturen sind von besonderem Interesse. Luksch beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Kunst an der Gestaltung von Zukunftsmodellen teilzunehmen, Kritik zu den Beschneidungen des öffentlichen Raumes zu formulieren, und den Diskurs um persönliche Datenspuren in einer vernetzten Gesellschaft zu stimulieren.

Ihre Arbeiten werden international in Museen und auf Festivals gezeigt, wie etwa Whitechapel Art Gallery (London 2012), Ars Electronica (Linz 2012), Coreana Museum of Art (Seoul 2011), Norwich Castle Museum (UK 2011), LABoral (Gijon 2010), VideoTage (Hong Kong 2009). Die Filminstallation FACELESS (2007), für die Tilda Swinton die Erzählstimme beigetragen hat, bediente sich des Kunstgriffes des \'legalen Readymades\' und ist Teil der permanenten Sammlung des Centre Pompidou.

Christian Schulte

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Geboren: 1960
Nationalität: Germany
Lebt in: Vienna
Website: passagen.univie.ac.at/team/christian-schulte

Geboren 1960 in Siegen Ausbildung
1983 – 1990 Studium der Fächer Literatur- und Kunstwissenschaft/Philosophie im Magisterstudiengang des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück
2001 Promotion zum Dr. phil. an der Universität Osnabrück
2006 Habilitation am Institut für Kulturwissenschaft der Universität Bremen; Venia legendi: Kulturwissenschaft

seit 2008 Univ.-Professor für Theater- und Medienkulturen der Neuzeit am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien (Venia docendi für alle am Institut vertretenen Fachgebiete)

Bücher zu Alexander Kluge:
(Hg.) Die Frage des Zusammenhangs. Alexander Kluge im Kontext. Berlin: Vorwerk 8 2012.
(Hg.) Die Schrift an der Wand - Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien. Göttingen: V&R unipress 2012. (Neuauflage)
(Mhg.) Die Bauweise von Paradiesen. Für Alexander Kluge. Maske & Kothurn. Internationale Beiträge zur Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Heft 1, Wien: Böhlau 2007.
(Mhg.) Der Maulwurf kennt kein System. Beiträge zur gemeinsamen Philosophie von Oskar Negt und Alexander Kluge. Bielefeld: transcript 2005.
(Mhg.) Kluges Fernsehen. Alexander Kluges Kulturmagazine. Frankfurt am Main: Suhrkamp 2002.
Alexander Kluge: Verdeckte Ermittlung. Ein Gespräch mit Christian Schulte und Rainer Stollmann. Berlin: Merve 2001.
(Hg.) Die Schrift an der Wand - Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien. Osnabrück: Universitätsverlag Rasch 2000.
(Hg.) Alexander Kluge: In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod. Texte zu Film, Kino, Politik. Berlin: Vorwerk 8 1999 (3. veränd. Aufl. 2011).
(Mhg.) Fernsehen ohne Ermäßigung. Alexander Kluges Kulturmagazine. Augenblick 23, Marburg: Schüren 1996.

Buchreihe
(Mhg.) Alexander Kluge: Facts & Fakes. Fernseh-Nachschriften. Berlin: Vorwerk 8 2000ff.
5: Einar Schleef: Der Feuerkopf spricht (2003).
4: Der Eiffelturm, King Kong und die weiße Frau (2002).
2/3: Kunstblut trifft Herzblut / Erster Imaginärer Opernführer (2001).
1: Verbrechen (2000).