Schwerpunkte

Strategien im ländlichen Raum V | Ein Museum in Bewegung

14 Räume für die Kunst oder Wenn es dunkel wird im Tal, ein Projekt von Peter Trachsel

29.05.2010 - 06.06.2010

Öffnungszeiten: 29.Mai 2010 - 6.Juni 2010

29. 5. 2010 performativer Vortrag von und mit Peter Trachsel über das Projekt "Ein Museum in Bewegung - 14 Räume für die Kunst".
Schloss Wolkersdorf, Marek Räume, 3. Stock, 18 Uhr

31. 5. – 4. 6. 2010 (Gast)Gewerbe: Peter Trachsel und Rudolf Walli aus dem Prättigau (CH) begleiten Annemarie Schreiber (Gastwirtin in Wolkersdorf) und Didi Sattmann (Fotokünstler, lebt im Weinviertel). Bei öffentlichen Abendessen wird über die Erfahrungen referiert.
Abendessen mit Gästen: Schloss Wolkersdorf, Marek-Räume, tägl. ab 19 Uhr
Voranmeldungen erbeten unter: info@fotofluss.at oder 0699 19458111

2008 - 2014: Sechs Jahre lang arbeiten 14 KünstlerInnen in 14 Gemeinden des Prättigau - einem Tal in Graubünden -, jeder und jene immer wieder am selben Ort. Sie entwickeln ihre Projekte im Austausch mit Bewohnern und Gemeinden: in Saas und Luzein, in Küblis, Jenaz und St. Antönien, in Fanas und Conters, Schiers und Klosters...

Ein ungewöhnliches Museum im Prättigau: ungewöhnlich die Verteilung seiner vierzehn Räume auf die vierzehn Gemeinden des Tals, ungewöhnlich vor allem, dass darin nicht ein abgeschlossenes Werk präsentiert wird, sondern work in progress, Kunst in ihrem Entstehen. Die einzelnen Räume, die von je einer Künstlerin oder einem Künstler über Jahre hinweg betreut werden, sind als vernetzte Plätze im Kontext eines kontinuierlichen Forschens angelegt, in dem sich das Werk in Bewegung als Teil der sich ständig verändernden materiellen Welt begreift. Dabei beziehen die einzelnen KünstlerInnen das Publikum in ihren Arbeitsprozess ein, der sich interaktiv, dialogisch versteht und keinesfalls als die Aktivität eines einzelnen Menschen zu sehen ist. Die vierzehn Räume werden damit zu Orten visualisierter Kommunikation, zu einem Teil des Tals als Ganzem.
Peter Trachsels Initiativen haben in der Zeit ihres Bestehens einen erstaunlichen Rückhalt in der ländlichen Bevölkerung gefunden. Sie haben Ideen und Wahrnehmungen, die andernorts nur in elitären Zirkeln von Spezialisten diskutiert werden, unter Bauern, Handwerker und andere nicht spezifisch kunstorientierte Menschen gebracht.
Peter Trachsel ist Leiter der Hasena, des "Instituts für den fliessenden Kunstverkehr".

Bei FLUSS wird Peter Trachsel nicht nur sein Prättigau-Projekt als performativen Vortrag präsentieren, sondern mit dem Projekt (Gast)Gewerbe auch Kunst in den Alltag und Alltag in die Kunst tragen: Er selbst und Rudolf Walli, ein Gewerbetreibender aus dem Prättigau, werden je einen einheimischen Künstler und einen Gewerbetreibenden eine Woche lang begleiten. Abend für Abend wird dann im Schloss Wolkersdorf gekocht und gegessen und über die gemeinsamen Erfahrungen geredet. Jede/r absichtlich oder zufällig Vorbeikommende ist herzlich eingeladen, an diesen genüsslichen Sitzungen teilzunehmen. Abschließend wird Peter Trachsel sein „Begleitprogramm“ in die Form einer Broschüre bringen, die gratis an die Haushalte verteilt wird.