programm 2011

Kathy Rae Huffman

Machine Divas / Time Travelers

Vortrag|09. 04. 2011

Ort: 2120 Wolkersdorf Schlossplatz 2 Veranstaltungssaal
Öffnungszeiten: 17 Uhr

Die Bezeichnung „Maschinendivas“ gibt Virginia Eubanks in einem Interview über die Survival Research Laboratories den Frauen, die in dieser Gruppe arbeiten.

In ihrem Vortrag stellt Kathy Rae Huffman, eine der wichtigsten feministischen Theoretikerinnen und Kuratorinnen im Bereich der elektronischen Kunst, die Arbeiten von 4 Künstlerinnen vor, die sich bereits seit Jahrzehnten im Spannungsfeld „Frauen – Technik – Kunst“ bewegen:

Fujiko Nakaya, geb. 1933 in Japan, lebt in Japan. Mitglied von EAT (Experiments in Art and Technology); sie schuf die erste Nebelskulptur für die EXPO 1970 in Osaka und war Wegbereiterin für Japans Videokultur. International bekannt durch ihre Nebelskulpturen (Guggenheim Museum Bilbao, Australian National Gallery in Canberra...) und die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern, Musikern und Tänzern (Trisha Brown, Bill Viola und David Tudor).

Liliane Lijn, geb. 1939 in den USA, lebt seit 1966 in London und ist seit den 1980er Jahren eine der bekanntesten Bildhauerinnen Großbritanniens; bekannt für ihre skulpturalen Arbeiten mit kinetischen Texten (poem machines), Ton, Licht und Bewegung. Ihr Interesse an Quantenphysik und Zen Buddhismus inspirierte sie zu dem Buch „Crossing Map“ (begonnen 1968 und 1982 von Thames and Hudson Ltd publiziert).

Steina Vasulka, geb. 1940 in Island, lebt in den USA.1959-63 Studium am Musik-Konservatorium in Prag im Hauptfach Violine .1965 Übersiedlung nach New York, zusammen mit Woody Vasulka. Die in Prag begonnene Zusammenarbeit bei der Produktion von Kurzfilmen intensivierten Steina and Woody Vasulka in New York. Zwei Jahre arbeiteten sie dort als freischaffende Filmemacher, bevor sie 1967 mit ihren Experimenten mit elektronischen Tönen and Stroboskoplicht begannen. 1969 folgten die ersten Versuche mit elektronischen Bildern. 1971 gründeten sie in New York zusammen mit Freunden „The Kitchen“, eines der wichtigsten Foren für experimentelle Kunst, Performance, Neue Musik, Film und vor allem Video.

Maryanne Amacher, USA (1938-2009), Amacher erhielt eine erste musikalische Ausbildung in Philadelphia, später in Österreich und England. Von 1962 bis 1964 studierte sie bei Georg Rochberg und Karlheinz Stockhausen an der University of Pennsylvania. Sie arbeitete im Bereich Akustik und Informatik und war als Composer-Performerin und im Bereich Klanginstallation mit Bildsprache tätig. 2005 erhielt sie den Prix Ars Electronica.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Frauenschwerpunkts der Stadtgemeinde Wolkersdorf.